Beltane/Walpurgis

Zu Beltane sollten, mit magischen Ritualen, die letzten Reste des Winters ausgetrieben und dem Sommer und der damit verbundenen Fruchtbarkeit zum endgültigen Durchbruch verholfen werden.

Eine wichtige Rolle spielte hierbei das Feuer.

Es soll die Sonne aus ihrem Winterschlaf hervorlocken. Es ist auch ein Zeichen des Neubeginns.

Am Anfang des Festes wurden alle Herdfeuer gelöscht. Das Beltanefeuer wurde aus neun heiligen Hölzern entfacht, die neuen Herdfeuer mit den Überresten des Beltanefeuers neu entzündet. Die Asche des Beltanefeuers wurde später auf den Feldern verstreut.

Das Feuer spielt auch eine reinigende Rolle und soll die Fruchtbarkeit anregen.  Um Krankheiten zu vermeiden, sprang man über das Feuer.  Paare sprangen gemeinsam über das Feuer, als Zeichen ihrer neu geknüpften Verbindung und mit der Bitte um Fruchtbarkeit. Schwangere liefen durch die Überreste des Feuers, in der Hoffnung auf eine leichte Geburt. Und wen wundert es, wenn bei diesem Fest, das ja noch im „Frühling“ stattfindet, aber den Beginn des Sommers markiert, sich das eine oder andere Paar im Anschluss an das Fest in den Wald oder in die Felder begab, um sich dem Liebesspiel zu widmen. Zu dieser Zeit im Jahr, so heißt es, soll das Ehegelöbnis für diese eine Nacht aufgehoben, so dass die Frauen sich den Partner frei wählen konnten. Daher stammt sicher auch der Name der „Hexennacht“.

Beltane  ist vor allem ein Fest der Frauen, das der Fruchtbarkeit. An Beltane wird die Vereinigung von weiblicher und männlicher Kraft gefeiert, die Vereinigung der Erde mit dem Himmel, der Sonne mit der Mondin, der Göttin mit dem Gott… mit dem Ziel, neues Leben, neue Vielfalt zu erschaffen.

Und es ist nach dem tristen grauen Winter ein buntes Fest, ein Fest der Farben. Der Maibaum, der mit einem mit bunten Bändern versehenen Kranz geschmückt wird und um den der Tanz in den Mai getanzt wird, symbolisiert den Weltenbaum und damit die Verknüpfung der alltäglichen mit der nicht alltäglichen Welt.

Und natürlich ist Beltane auch, wie Samhain, ein Fest, an dem die Schleier zur Anderswelt sehr dünn und durchlässig sind und du mit Glück,  die Zaunreiterinnen in den Hecken sitzen sehen kannst.

Überliefert ist auch der Brauch, sich mit dem am Morgen des Beltanetages gesammelten Tau zu waschen, um die eigene Schönheit zu steigern oder zu erhalten.

Termin: 30.04.2020