Sommersonnenwende

Der Tag der Sommersonnenwende ist der längste Tag des Jahres. Auf ihn folgt die kürzeste Nacht.

Sommersonnenwende ist das Fest des Feuers, das Fest des Lichtes, die Atempause zwischen Saat und Ernte.

Die Menschen mussten sich um diese Zeit so gut wie keine Sorgen machen.  Es herrschten Fülle und Überfluss.

Was gibt es für einen besseren Grund, um ausgelassen, sorgenfrei und fröhlich zu feiern, sich mit Tanz, Gesang, Spiel und lieben Menschen am Leben und dem Mittsommer zu erfreuen?

In der Mittsommernacht werden große und kleine Feuer entfacht, um die die Menschen tanzen und über deren Flammen sie springen. Das soll sie vor Unheil schützen und ihnen Glück bringen. Das berauschende Fest dauert bis tief in die Nacht hinein. Brennende Räder werden entzündet und von den Bergen und Hügeln hinab gerollt.

Gegen Ende des Festes nehmen sich die Menschen einen glühenden Scheit aus dem Feuer mit nach Hause, um mit diesem das eigene Heim zu segnen.

Die Frauen weihen abends im Rauch des Feuers ihre am Tage gesammelten Kräuter, die sie zu Kräutersträußen gebunden hatten (Kräuterweihe). Dazu schmücken sie sich mit geflochtenen Blumenkränzen in ihren Haaren. Die männlichen Tänzer binden sich Gürtel aus Beifuß oder Eisenkraut um die Hüften, die die Potenz erhöhen  sollen.

Rund um die Felder stecken die Menschen ihre Kräuterbüschel, um ihre Felder zu segnen.

Die Sommersonnenwende erzählt von Licht und Überfluss. Aber alles, was jetzt in Hülle und Fülle vorhanden ist, wird auch wieder vergehen. Noch sind die Nächte einladend warm und die Tage voller Kraft und Licht. Der Winter scheint weit entfernt.

Deshalb lass uns das Leben feiern und uns zusammen ausgelassen  durch diese Nacht ums Feuer tanzen.

Termin: 21.06.2020