Was machen die denn da eigentlich?

Ich höre immer wieder,  auch von Frauen, dass diese die größten Widerstände und inneren Mauern bezüglich Frauenkreisen haben. So viel Ängste, Wut und Trigger tauchen auf, wenn sie sich eher „zufällig“ diesem Thema annähern, sie damit in Berührung kommen.

Es gibt diese innere, stille, leise Anziehung, Neugier…

und gleichzeitig ist da so viel Hemmendes, das dazu führt, diese Art von Zusammenkommen von Frauen zu verurteilen, zu bewerten, ohne etwas drüber zu wissen.

Eine Frau beschrieb, dass sie eine innere Mauer gegenüber dem Thema spürt, deren Ursprung sie sich selbst nicht erklären kann. Ich fühle so viel Mitgefühl für sie. Denn ich werde oft gefragt: „Was macht ihr da eigentlich in so einem Frauenkreis?“

Selbst Frauen denken häufig sehr verurteilend über Frauenkreise, dass nur Frauen dahin gehen, die es auch „brauchen“, die also Probleme mit sich selbst und ihrem Frausein haben, die sich selbst hässlich finden oder sich sogar selbst hassen müssen.


DOCH WAS MACHEN WIR DENN DA NUN EIGENTLICH?

An diesem Übergangs-Wochenende vom Mädchen* zur Frau* begeben wir uns noch einmal in die Zeit unserer Pubertät und beschäftigen uns auf verschiedene Weise mit den Themen Grenzen,
Vertrauen, eigener Körper & Sexualität und verabschieden in einem gemeinsamen Ritual Anteile des Mädchen*s dankbar, um die Frau* in uns kraftvoll entfalten zu können.

Diese Wochenenden sind nicht planbar, denn schamanisch inspiriert und initiatorisch zu arbeiten heißt, einen Raum zu öffnen und zu lauschen, was sich zeigt und dann Impulse aufzugreifen. Deshalb gibt es keinen „Ablaufplan“ für diese Tage. Ich führe liebevoll und sanft raumhaltend durch diese Wochenenden.

Eins von ihnen sah so aus:

Tag 1
Ankunft am Treffpunkt. Gemeinsam wandern wir mit all dem Stuff zu unserem Platz, an dem wir 4 Tage lang unser Lager aufschlagen werden. Angekommen, geht es zur Begrüßung und zur
Erfrischung erst mal ins Meer, bevor wir gemeinsam einen geeigneten Platz für unser Lager finden und den besonderen Raum der unendlichen Möglichkeiten öffnen, die uns wohlgesonnenen Elemente, hilfreichen Wesen sowie unsere freien Ahn*innen einladen sowie die Elementarwesen, Tiere, Pflanzen, Steine … darum bitten, uns über diese Zeit an diesem Platz willkommen zu heißen. Wir teilen ihnen unsere Absicht mit und lassen sie wissen, dass wir den Platz hüten und in Ehren halten werden.

In der ersten gemeinsamen Runde stellen wir uns gegenseitig vor und lassen uns daran teilhaben, aus welchem Grund, mit welchen Fragen/Themen jede* in dieses Wochenende geht, lauschen in unsere Körperin und sagen in einem Wort, wie es uns gerade geht.
Organisatorisches wird besprochen, z.B. dass Handies und Uhren tief in den Rucksäcken verstaut bleiben. Wir lassen uns auf 4 Tage ohne Zeitvorgaben ein.

Dann wird das Lager aufgebaut, Feuerholz gesammelt, gesägt und gespalten, damit wir für uns in unserem „heiligen“ Kochfeuer ein Abendessen kochen können.

Das Feuer entzündet eine von den Frauen, die das zuvor noch nie gemacht hat. Nach dem Essen bekommen alle Frauen eine Massage.

Später sind die Frauen mit der ersten Aufgabe unterwegs. Sie lassen sich von einem Platz finden und steigen dort noch mal in die Zeit ihrer Pubertät ein: Was trug dich in dieser Zeit? Wie hast du die körperliche Veränderung wahrgenommen? Wie war deine erste Blutung, dein erster Sex? Was taucht in dir auf, wenn du dich in die Zeit deiner Pubertät zurück versetzt? Sie sollen mitbringen, was ihnen unterwegs vor die Füße fällt.

Dann finden wir uns zu einer letzten Runde für den ersten Tag am Feuer zusammen. Wir tauschen uns aus: Was kam dir? Was hast du mitgebracht? Wie geht es dir jetzt körperlich? Was benötigst du
gerade? … Am Horizont geht die fast noch volle Mondin feuerrot auf. Und unsere Herzen öffnen sich weit bei diesem magischen Anblick.

Schweigend und tief verbunden, sitzen wir gemeinsam am Strand und lauschen den Wellen, betrachten die Mondin, bevor wir uns in die Nachtruhe begeben. In der ersten gemeinsamen Nacht schlafen wir am Strand, unter freiem Himmel. Die volle Mondin wacht über uns, zieht ihre Bahn vom Osten in den Westen.  Die Frauen sind angehalten, in dieser Nacht auf ihre Träume zu achten.

 

Tag 2
Ein wunderschöner Sonnenaufgang weckt uns schon ganz früh am Morgen. Jede* steht auf, wenn ihr danach ist.

Es ist Raum für einen entspannten Start in den Tag – Schwimmen im Meer, Yoga, Gedanken nachhängen, Träume aufschreiben, Feuer entfachen für einen Morgenkaffee und Frühstückshirse …Nach dem Frühstück tauschen wir uns darüber aus, was uns im Moment bewegt, teilen unsere Träume der letzten Nacht und besprechen, was wir gerade brauchen.

Themen des heutigen Tages: GRENZEN & VERTRAUEN.
Den Frauen, und auch mir, ist nach viel Ruhe und Zeit, um Gedanken sortieren und in das Thema „Pubertät“ eintauchen zu können. So ist heute jede Frau mit ihren eigenen Themen unterwegs, genießt das Meer, die Sonne und die freie Zeit mit sich selbst oder geht in den Austausch mit den anderen Frauen (immer Alltagsthemen draußen lassend). Das Bedürfnis nach Ruhe und Schlaf ist bei allen groß.

Das erneute Eintauchen in das Thema „Pubertät“ fordert sehr viel persönlichen Raum ein. Abends kochen die Frauen gemeinsam ein leckeres Linsenmahl und erspüren danach in gemeinsamen Übungen, wie es um ihre eigenen Grenzen steht und wo sie evtl. die Grenzen anderer unbewusst übertreten oder sich gegebenenfalls auch schon zu früh zurücknehmen.

Den Abend beschließen wir mit einer gemütlichen Austauschrunde am Feuer, bevor jede für sich langsam den Tag in ihrem Tempo und auf ihre Weise ausklingen lässt.

 

Tag 3
Heute ist Ritualtag.

Nach dem gemeinsamen Frühstück, der morgendlichen Runde über die momentanen Befindlichkeiten und Bedürfnisse, dem Miteinanderteilen unserer Träume und Gedanken, die über Nacht kamen, und nach dem Aufräumen des Lagers, gibt es eine kleine Planänderung.

Das Thema WUT, die bei einigen Frauen unter einer tiefen Trauer verborgen liegt, zeigte sich mehrfach. Deshalb entschied ich mich für eine WUT-Übung.  Neue Energien, jedoch auch Tränen fließen, während die Frauen sich von diesen inneren Blockaden befreien. Die Menschen am Strand schauen unverhohlen, manche bleiben mit offenem Mund stehen und schauen interessiert, was die „schreienden, verrückten, wilden“ Frauen da treiben. Ein junger Mann kommt später (sehr respektvoll und vorsichtig fragend) auf uns zu, was wir hier denn machen würden. Seine Freunde und er seien neugierig geworden, seit sie uns interessiert beobachteten.

In einer nächsten Übung geht es darum, wofür sich die Frauen Anerkennung gewünscht hätten und von wem. Es fließen viele Tränen, doch es wird auch viel gelacht.

Zwischendrin gibt es immer wieder Raum für Pausen, für ein erfrischendes Bad im Meer, bei dem die Frauen wie Delfininnen durchs Wasser springen und ausgelassen spielen, lachen und toben.

Auch hierbei werden wir immer wieder argwöhnisch, von einigen  jedoch auch Respekt bekundend, beobachtet.

Nach dem Essen widmen wir uns spielerisch den für heute geplanten Themen: KÖRPERIN & SEXUALITÄT

Die Badegäste verlassen langsam den Strand, es wird leerer und ruhiger und so versammeln wir uns ums Feuer, um unsere Körperinnen zu ehren. Dafür zieht sich jede Frau einzeln so weit aus, wie es sich für sie gut anfühlt und nennt 5 Merkmale, die sie
an ihrer Körperin schön findet. Danach benennt jede Frau, was sie an der Körperin der Frau sieht und schön findet.  Für viele Frauen ist  es alles andere als leicht, sich dieser Körperinverehrung,  den
Blicken der anderen Frauen zu stellen. Und, wann kann eine Frau schon mal eine andere Frauenkörperin so dirket und bewundernd ansehen, ohne nur ganz verstohlen einen Blick zu erhaschen?

Nun ziehen sich die Frauen noch einmal an einen ruhigen Platz zurück, um sich den Fragen zu widmen, die sie noch einmal gedanklich bewegen dürfen, bevor sie in einem gemeinsamen Ritual dankbar das kleine Mädchen verabschieden und die Frau in ihr begrüßen. Dafür hat jede etwas mitgebracht, was sie mit ihrer Kindheit/Pubertät verbindet und das sie, schweren Herzens, dem Feuer übergibt, während die Trommel den Transformationsprozess begleitet. Auch hier flossen wieder viele Tränen.

Das Meer war den ganzen Tag lang ruhig wie ein See. Zum Abschluss des Rituals jedoch, brauste es für ein paar Minuten heftigst auf und blieb bis zum nächsten Morgen wieder so ruhig wie ein See. Wir
spürten dankbar und mit einer leichten Gänsehaut die Unterstützung der Elemente Erde, Feuer, Wasser und Luft und sangen noch am Feuer, bis sich jede (die meisten waren sehr erschöpft) schlafen legte.


Tag 4
Heute wirken die Frauen fröhlich, leicht und verspielt. Das Ritual hat ihnen merklich eine Last genommen. Wir frühstücken ausgiebig und reichhaltig und tauschen uns darüber aus, wie es uns heute geht und wie die Nacht für jede war, erzählen uns unsere Träume.

Für heute habe ich mir überlegt, einige Übungen zu machen, die mit der Kraft zu tun haben, die in uns steckt. Unsere Körperin-Übungen im Sand werden von den Strandbesuchern wieder genau beobachtet. Was tun die da nur? scheinen sie sich zu fragen.


Keine Gruppe ähnelt der anderen, deshalb sind auch die Aufgaben und Übungen jedes Mal unterschiedlich. Dafür mache ich mich leer und schaue, was der Spirit mir an Impulsen gibt. Jedes Mal gab es bisher etwas, das ich als eine kleine Auflockerungsübung zwischendrin denke, was in einer Frau etwas öffnet, womit ich nicht gerechnet habe. So kam auch an diesem Wochenende bei
zwei Frauen ein Gewaltthema hoch, das angeschaut werden wollte und den Zeitplan nach hinten verschob.


Das Thema des heutigen Tages ist: Was ist meine Lebensaufgabe? Rituell bekundet jede diese, in Form eines Lebensvertrages, laut unter der Zeugenschaft unseres Kreises, bevor sie dieses Gelöbnis durch eine Taufe im Meer besiegelt.

Nun gilt es, sich schön zu machen und als ermächtigte Frau in den Kreis zu treten. Jede Frau findet  sich auf dem „Königinnenstuhl“ ein, um zu hören, wie sie von den anderen Teilnehmenden gesehen
wird. Das aushalten zu können, fiel einigen Frauen nicht ganz leicht und gerade deshalb finde ich es so wichtig. Es ist ein sehr erhebendes Gefühl, sich so feiern zu lassen.

Dann gibt es eine letzte gemeinsame Mahlzeit in dieser Runde, bevor wir das Camp gemeinsam abbauen und uns in einer abschließenden Feedbackrunde zusammenfinden. Nachdem alles aufgeräumt ist, schließen wir den Raum gemeinsam und es ist noch etwas Zeit, damit sich jede auf ihre Weise vom Platz verabschieden kann. Wir verlassen ihn aufgeräumter und schöner, als wir ihn  vorgefunden hatten und bedanken uns bei allen Wesen des Platzes.

Den Rückweg treten wir bewusst über die Schwelle an, über die wir den Raum betreten haben und nehmen die beschwerlichere Abkürzung, in dem wir mit all unseren Stuff die Steilküste  erklimmen, sind also schneller zurück in der alltäglichen Welt, als uns lieb ist.


3 Stunden später als geplant, verabschiedeten wir uns am Parkplatz voneinander. Diese 3 Stunden waren wichtig, die Dinge brauchten ihren Raum. Beseelt, erfüllt und doch auch etwas müde machten wir uns auf den Rückweg nachhause.

Auch für mich enthalten diese Wochenenden immer wieder mindestens ein Geschenk. Es macht mich sehr dankbar, auf diese Weise wirken zu können.


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Kein Wochenende ist gleich. Denn jede Frau ist anders, jede Gruppe hat ihre eigenen Dynamiken. Doch diese schamanisch inspirierten Wochenenden in liebevollen, respektvollen Frauen*kreisen, unterstützen dich dabei, dich 4 Tage und 3 Nächte mitten in der Natur, dich mit dir und den anderen Frauen zu verbinden und dich, in einem geschützten nichtalltäglichen Raum,  deiner Alltagshaut Schicht um Schicht zu entledigen und dich deinem eigenen Wesen zu widmen.


☞ max. 6 Teilnehmer*innen
☞ ca. 60 Minuten Videotelefonat (oder Treffen vor Ort) zum Kennenlernen sowie für aufkommende Fragen der Teilnehmenden
☞  Das Wochenende beginnt Donnerstag Nachmittag und endet Sonntag Nachmittag
☞ Du legst Stück für Stück deine Alltagshaut ab und wirst weich und offen für die Spirits, die dich unterstützen möchten
☞ Wir beschäftigen uns auf unterschiedliche Weise mit den Themen Weiblichkeit, Grenzen, Vertrauen, Sexualität, Spiritualität …
☞ Du erlebst die Kraft und Unterstützung eines Frauenkreises, die Geborgenheit schenkende Naturverbindung sowie zeitloses Sein
☞ Du gehst berührt und mit neuen Erfahrungen aus dem Wochenende. Ich empfehle dir, dir einen oder zwei Tage im Anschluss freizunehmen, damit du ganz langsam und in deinem eigenen Tempo wieder in der Alltagswelt ankommen kannst
☞ Du investierst in die Erweckung deiner Weiblichkeit und damit in die selbst ermächtigte authentische Frau*